Petplay - ein tierisches Vergnügen


Als ich durch Berlin spazierte und auf der Suche nach einem schönen Café war, kam mir eine Domina mit ihrem Menschen-Hund an der Leine entgegen. Habt ihr sowas auch schon mal erlebt? Was hinter diesem Petplay steckt und wie das funktioniert, schauen wir uns nun mal genauer an.

Was bedeutet Petplay?

Wie es der Name schon ein wenig verrät, handelt es sich um ein Rollenspiel, bei dem eine Person in die Rolle des Haus- oder Nutztiers schlüpft und die andere Person das typische Frauchen oder Herrchen spielt. An dieser Stelle ist es mir wichtig zu benennen, dass Petplay in keiner Weise etwas mit dem Geschlechtsverkehr mit echten Tieren zu tun hat. Das Ziel des Petplays besteht darin, in die Rolle eines Tieres zu schlüpfen und alle menschlichen Verhaltensweisen abzulegen. Die Person, die das Frauchen oder Herrchen verkörpert, spielt sozusagen mit dem Tier und gibt Anweisungen. Der devote Tierpart spricht währenddessen nicht und wenn, dann gibt er nur Tierlaute von sich. Beim Petplay kommen am häufigsten klassische Tierrollen zum Einsatz, wie zum Beispiel ein Hund, eine Katze oder ein Pferd. Eher seltener lassen sich Tierrollen wie zum Beispiel ein Adler oder ein Wolf finden, da es sich um wilde Tiere handelt, die sich selten zähmen lassen. Aber grundsätzlich ist jedes Tier beim Petplay möglich. Der Besitzer hat in diesem Spiel übrigens keine sexuelle Affinität zu Tieren, sondern erfreut sich an dem dominanten Verhalten.

Welcher Part würde Dich ansprechen?

4 Spielarten als Beispiele

Das Pferd

Das Pferd oder auch Liebespferd genannt, ist eine der bekanntesten Rollen beim Petplay. Du kannst hierbei den unterwürfigen Part des Pferdes spielen oder den dominanten Part des Halters, der das Pferd trainiert und dressiert. Dabei trägst Du ganz klassisch eine Trense und solltest Du buckeln, bekommst Du auch mal die Gerte auf Deinem heißen Hintern zu spüren. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr das auch im Freien auf einer Wiese oder im Garten spielen.

Der Hund

Der Hund ist ebenfalls eine klassische Rolle beim Petplay. Du kannst der devote Part sein und die Rolle des Hundes einnehmen oder die des Halters. Bei dieser Spielart ahmt Ihr die Hundeerziehung nach. Du wirst wie ein Hund an der Leine laufen, Bälle apportieren, aus einem Napf fressen und in einem Körbchen schlafen. Die Treue des Hundes gegenüber seinem Besitzer spielt dabei eine wichtige Rolle. In der BDSM-Szene kann es sogar sein, dass Du eine individuelle Hundemarke mit dem Namen deines Herrchens oder Frauchen bekommst. Beliebt sind hierbei Halsbänder mit Nippelklemmen oder Halsbänder mit Ring oder Halsbänder mit Nieten.

Die Katze

Die Katze ist eher eine seltene Rolle beim Petplay, weil sie schwer zu zähmen ist. Dennoch wird sie beim Petplay gewählt. Katzen haben ihren ganz eigenen Kopf und hören nur selten auf ihren Besitzer. Du darfst also etwas eigensinniger und störrischer sein, doch das gibt natürlich auch vermehrten Anlass, Dich zu bestrafen. Na, wer ist hier das böse Kätzchen?

Das Schwein

Das Schwein gilt als Nutztier beim Petplay. Auch hierbei spielst Du die Rolle detailgetreu nach. Alternativen zu dieser Rolle wäre zum Beispiel die Kuh, bei der das Melken ganz klar im Vordergrund steht. Bei der Rolle des Schweines wirst Du gemästet und für die Zucht verwendet. Na, möchtest Du Dich auch im Schlamm suhlen?

Tipps für gutes Gelingen

Codewort vereinbaren

Ganz egal ob Anfänger oder Profi, beim Petplay solltet Ihr immer ein Codewort vereinbaren, bei dem das Petplay sofort abgebrochen wird. Falls Du Dich unwohl fühlst oder etwas nicht stimmt, zögere nicht, das Codewort zu nennen und die Spielrolle des Tieres zu verlassen.

Im Privaten üben…

Wenn Du Anfänger im Bereich Petplay bist, solltest Du mit deinem Partner erstmal in privaten Räumlichkeiten oder in einer ruhigen Umgebung üben, da man immer mit Kommentaren von anderen Menschen in der Öffentlichkeit rechnen muss, die nicht immer nett sind und daher die Lust auf das Spiel vermiesen können. Das wäre schade. Also bleibt am Anfang unter Euch oder mietet Räumlichkeiten, um Euch beim Petplay auszutoben.

Spezielle Räumlichkeiten

Da zum Beispiel nicht jeder einen Schweinestall besitzt, um dort sein Petplay auszuleben, kann man sich speziell eingerichtete Räumlichkeiten für diese Rollenspiele anmieten. Somit könnt Ihr Euer Petplay auf eine neue und realitätsnahe Ebene bringen. Neugierig geworden?

Sexspielzeug nicht vergessen

Es gibt Sextoys, die das Petplay erst so richtig aufregend machen. Zum Beispiel gibt es Analplugs mit einem Schweif oder Tiermasken, die das Petplay noch aufpeppen. Auch Leinen oder Ketten können das Rollenspiel noch realistischer und spannender machen.


Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Spielart Petplay ein tierisch aufregendes und erotisches Rollenspiel sein kann für Menschen, die Lust haben, in eine ganz andere Welt einzutauchen und menschliche Verhaltensweisen abzulegen. Wenn Ihr Ihr ein paar Tipps, wie zum Beispiel das Vereinbaren eines Codewortes, beachtet, könnt Ihr vielleicht eine ganz neue und aufregende Leidenschaft entdecken. Probiert es doch einfach mal aus.

Ich wünsche tierisch viel Spaß!


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